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Lymphdrainage und Bandagieren

Mit der manuellen Lymphdrainage und Bandagen unterstützen wir den Transport der Lymphflüssigkeit und fördern den Abbau von Lymphödemen, ob nach Unfällen oder Operationen.

Lymphdrainage / Bandagieren wird angewandt bei:

– Lymphödemen
– Postoperative Schwellungen
– Geschwollene Beinen in der Schwangerschaft
– Geschwollenen Beine nach Venen-OP
– Schwellungen nach Mamma-Ca
– Schwellungen nach Tumoroperationen
– Offenen Wunden und Venenleiden

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Massagetechnik, mit der Lymphstauungen im Gewebe beseitigt werden. Der in Lymphdrainage geschulte Physiotherapeut oder Masseur setzt gezielte Handgriffe und Bandagen ein, um den Abtransport der Lymphe zu fördern.

Die Lymphe ist eine hellgelbliche, wässrige Flüssigkeit, die fast überall im Körper in den Lymphgefässen vorhanden ist. Sie dient dem Abtransport von Nähr- und Abfallstoffen von und zu den Zellen. Ausserdem dient sie der Immumabwehr, denn die Lymphflüssigkeit befördert Bakterien und andere Krankheitserreger zu den Lymph- knoten, wo diese entsorgt werden.

Das Lymphsystem ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Trans- portsystem des Körpers. Zum Vergleich: Während durch die Adern eines erwachsenen Menschen 3,5 bis 5 Liter Blut fliessen, zirkulieren in den Lymphgefässen zwischen 6 und 10 Litern Lymphflüssigkeit. Vor allem Frauen leiden unter heftig geschwollen Beinen, die auf ein sogenannt primäres Lymphödem zurückzuführen sind. Darunter ver- steht man ein angeborene Fehlbildung des Lymphsystems (zu wenige, zu schmale oder zu weite Lymphgefässe), die allerdings meist erst im Erwachsenenalter auftreten.

Häufiger ist das sekundäre Lymphödem, das durch Verletzungen oder Operationen herbeigeführt wird. Als Folge davon kann die Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen nicht mehr reibungslos abfliessen und es bildet sich eine Schwellung.

Ein Beispiel: Wenn Sie beim Wandern oder Joggen den Fuss vertreten, kann es zu einer Überdehnung oder gar einem Riss der Bänder im Fussgelenk kommen. Das ist gleich doppelt schmerzhaft, denn die Verletzung löst neben dem direkten Schmerz auch einen Bluterguss sowie ein Lymphödem aus, die ihrerseits ein schmerzhaftes

Spannungsgefühl erzeugen. Die verletzte Stelle kann so weit anschwellen, dass der Fuss kaum mehr bewegt werden kann, wodurch der Heilungsprozess verlangsamt wird.

In Fällen wie diesen hilft die Lymphdrainage. Der Therapeut massiert die Haut und das Unterhautfettgewebe mit unterschiedlichem Druck. Mit rhythmischen, kreisenden oder pumpenden Bewegungen regt er die Lymphgefässe an, womit er den Transport der Lymphe begünstigt. Die Behandlung muss regelmässig – je nach Schwere der Verletzung ein- oder mehrmals pro Woche – durchgeführt werden.

Der Effekt der manuellen Lymphdrainage hält etwa 24 Stunden an. Deshalb beherrscht ein spezialisierter Physiotherapeut oder Med. Masseur nicht nur die Handgriffe der manuellen Lymphdrainage, sondern auch das Bandagieren. Dabei wickelt er Kompressions- bandagen fest um die betroffenen Arme oder Beine. Der Druck unterstützt den Abtransport der Lymphe und damit auch den Abbau des Lymphödems.

Physiotherapie oder Massage?
Lymphdrainge wird sowohl von speziell ausgebildeten Physio- therapeuten als auch von Med. Masseuren angeboten.

Mit ärztlicher Verordnung für Lymphdrainage: Wir empfehlen eine Behandlung bei einem Physiotherapeuten. Die Behandlungskosten werden in diesem Fall von der Grundversicherung übernommen.

Ohne ärztliche Verordnung: Buchen Sie Ihre Behandlung bei einem Med. Masseur (55 Minuten 120 Franken, Kanton Zürich 55 Minuten 130 Franken). Viele Krankenkassen übernehmen im Rahmen einer Zusatzversicherung einen Teil der Behandlung.